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PostHeaderIcon Grundmühle Hohenlaipa

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Das Hintergrundbild zeigt den heutigen Zustand der Grundmühle in Hohenlaipa, zentraler Spielort des Bandes "Zwischen Bangen und Hoffen"
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Kurzgeschichten (Auszug)

 

Kracherl-Eier

Eine Ostergeschichte aus dem Nachkriegsdeutschland

Es war eine jener schrecklichen Schlaglochpisten, die ich mit meinem alten Fahrrad Marke 'Eigenbau' auf meinem Rückweg in die Stadt halbwegs heil zu überstehen hoffte. Kurz zuvor hatte es geregnet und die Löcher in der Straßendecke hatten sich mit Wasser gefüllt. Jedesmal, wenn mein Vorderrad in solch einen kleinen See mit dem x-mal geflickten Vorderreifen eintauchte, spritzte ein Schwall der bräunlichen Brühe in hohem Bogen auf den parallel verlaufenden Fußweg und das Gezeter der unfreiwillig "Getauften" hallte mir nach.

Ich hatte nach meinem 'Ausflug aufs Land' in der Nähe des mittelhessischen Städtchens Hünfeld noch etwa zehn Kilometer zurückzulegen, doch nach fast 30 Kilometern Tretarbeit berauf-bergab auf grobem Schotterweg begann meine Konzentration allmählich nachzulassen. Mein Rucksack war damals mit Kartoffeln, einigen Äpfeln und sechs Eiern in einem auswattierten Leinensäckchen gefüllt und ich hoffte meine 'Beute', die ich im Umtausch für amerikanische Zigaretten bei 'unseren Bauern' in einem kleinen, abgelegenen Weiler 'organisiert' hatte, sicher zu meiner Familie heimzubringen.

Bei jedem Auweichmanöver um eines der tieferen Schlaglöcher begann der schwere Rucksack an meinen mageren Schultern gefährlich zu pendeln und das Gleichgewicht des Rades zu stören.

Zu allem Überfluß schauten da und dort noch einige, notdürftig zugeschüttete rostige Gleisstücke aus der Straßenoberfläche - wohl von einem Granateneinschlag in den letzten Kriegstagen aus ihrer Verankerung gerissen. Solch ein plötzlich aufragendes Eisen wurde mir zum Verhängnis, als ich zwischen diesem und einer größeren Pfütze hart am Rande des Straßendammes hindurchradeln wollte. Aus irgendeinem unerklärlichen Grunde rutschte das Hinterrad an einem glitschigen Gesteinsbrocken ab und meine Gewichtsverlagerung zur Rettung des Gleichgewichtes wurde durch das Zur-Seite-Pendeln des schweren Rucksacks zunichte gemacht.

Das Vorderrad verlor die Bodenhaftung und ich stürzte mitsamt Rad und Rucksack den etwa drei Meter hohen, mit Gras bewachsenen Straßendamm hinunter.

Noch ganz benommen von der unfreiwillgen Landung im Grase, versuchte ich auf die Beine zu kommen. Das gelang schließlich auch, nur war da ein dumpfer Schmerz an meiner linken Körperseite, der mir wieder zu Bewußtsein brachte, daß beim Aufprall auf den Boden die Querstange des Fahrradrahmens gegen meine unteren Rippen geschlagen war. Nun spürte ich auch beim Luftholen jenen stechenden Schmerz, der mir den später von der Arztdiagnose bestätigten Bruch der unteren Rippe signalisierte. Wurde uns nicht beim 'Jungvolk' und in der Schule immer wieder 'eingetrichtert', daß ein deutscher Junge keine Wehleidigkeit kennt? Eben! "Also Zähne zusammenbeißen und vorwärts 'alter Knabe' ," rief ich mich damals als Elfjähriger selbst 'zur Ordnung'!

Der Rucksack war von meiner Schulter geglitten, den Abhang hinuntergerollt und lag nun in Reichweite neben den verstreuten Kartoffeln und Äpfeln am Dammfuß im Grase. Wo aber waren die so sorgsam im Leinensäckchen eingepackten Eier? ...

 

Die Fortsetzung "Die Kracherl-Eier" sind in dem gehefteten Sammelbändchen "Literarische Bagatellen" bei der Frankfurther Verlagsgruppe August-von-Goethe erschienen.

ISBN 3-86548-311-9

Nachzulesen auf S.12-S.17

Lektorat Fabian Bauer2005/2006


 

Aktualisiert (Mittwoch, den 21. März 2012 um 11:58 Uhr)

 

PostHeaderIconIV. Band "Zu neuen Ufern"

 

4

 


 

Direkte Bestellung beim

Helmut Preußler Verlag

Dagmarstr. 8, 90482 NÜRNBERG ,

Tel: +49(0)911/954780

Bei Bestellung aller vier Bände keine Porto-und Verpackungskosten

Die Tragödie der Vertreibung offenbart sich am Schicksal des elfjährigen Wilhelm Klinger, der zusammen mit seiner Mutter und ihren sudetendeutschen Leidensgenossen unter entwürdigenden Begleitumständen seine Heimat verlassen muß. Not und Bedrängnis bewältigen Mutter und Sohn mit ungebrochenem Lebenswillen. Mit Einfallsreichtum und Entschlossenheit gelingen den beiden nach der langen und abenteuerlichen Bahnfahrt im Viehwaggon erste Schritte beim Aufbau einer neuen Existenz.

Dieses Buch will aber nicht nur spannende Lektüre aus dem Leben eines jungen Menschen der Nachkriegszeit und dessen Erlebnisse bei der Vertreibung aus der Heimat sein, sondern der Leser erfährt auch wichtige Einzelheiten über die Lebensverhältnisse des damaligen Alltags.

An etlichen Beispielen werden ebenso die Unterrichtsbedingungen an den Schulen der ´neuen Heimat´ in der Kleinstadt Hersfeld und dem Ziethenring-Gymnasium der hessischen Großstadt Wiesbaden lebensnah geschildert.

In situativen Einblendungen beschreibt der Autor, welche ständig wechselnden Herausforderungen der heimatlos Gewordene und seine Eltern standhalten mußten, um ihr bloßes Überleben zu sichern.

Schließlich befaßt sich das Schlußkapitel mit der Darstellung der historischen Rahmenbedingungen, die von der neuen Bedrohung des immer schärferen ideologischen Gegensatzes zwischen den Großmächten im sogenannten ´Kalten Krieg´ überschattet werden.

Der 4. Band des Autors Wilhelm Böhm beschreibt in einer ergreifenden Darstellung die selbst erlebten Vertreibungs-Umstände, ohne in eine bloße Anhäufung von Klagen über die schlimmen Erfahrungen mit den Knechten der Beneschdekrete abzugleiten. Vielmehr wird auch das weitgefächerte Spektrum der Vertreibungsfolgen und deren Bewältigung an den ´neuen Ufern´geschildert. Dieser Zusammenhang soll mit diesem Buch vor allem für den historisch interessierten Leser nacherlebbar werden.


Die Tochter des Autors, Stephanie Böhm, hat den vierten Band illustriert, Tochter Julie hat darüber hinaus die Landkarte des Vertreibungsweges gestaltet .

 

Aktualisiert (Sonntag, den 05. Februar 2012 um 11:10 Uhr)

 

PostHeaderIconWilhelm Böhm

wb
 

PostHeaderIconNachdenkliches

Frühling

Es sprießt und grünt im Walde,

Es jubiliert die Vogelwelt!

Erwacht nun ist die Lebensfreude,

der jeder sich gern zugestellt.

 

Die Lungen atmen weit und tief

In milder, ahnungsvoller Luft.

Wo die Natur in Winterruhe schlief,

Da lockt nun tausendfacher Blütenduft.

 

Des Menschen Herz durchpulst das Leben,

Es fühlt sich von des Fesseln frei,

Mit neuer Sinnenlust zu streben.

Als ob er selbst Gott Amor sei!

 

Ein Lächeln schon ist Sonnenstrahl,

Das tief in deine Seele dringt,

In zart erweckter Herzensqual

Erhascht des andren Nähe er beschwingt.

 

Es drängt ihn hin in ihre Arme,

Der Frühling lacht Ermunt'rung zu,

Auch wenn verhext von ihrem Charme,

An ihrem Busen findet er Ruh!

 

WB. März 2011

 

Hornung 2011

Noch deckt der Schnee die weite Flur -

Doch aus gefrorner Erde schaut das neue Leben-

Und staunend blickt der Mensch auf die Natur

Wo sich im Wald und Feld die jungen Triebe regen.


Der Vögel frohes Zwitschern heißt "Erwachen",

Wie's jedes Jahr das Licht der Hoffnung schenlt,

Wenn wir dann alles besser machen,

Von des Verstandes Kraft gelenkt!


Im Hornung leuchten uns die weißen Flächen

Durch Sonnenlicht von Berg und Tal.

Des Wandrers Augen schmerzgeblendet stechen,

Wenn er voranstapft mühsam, oft mit Qual.


Es ist des Winters Zeit der Saunen-Pirsch,

Wann Jäger, Gäst und Treiber sind gestresst-

Grad jetzt verliert sein Gweih der Hirsch,

Dem bis zur Brunft Diana a "Neies" wachsen läßt.


"Glück auf!" ruft jedes Herz in Überschwang

Laß' und das Neue Jahr gewinnen!

Der Mensch im Hornung spürt den Drang -

Mit Mut und Zuversicht wird's auch gelingen!


WB.    Februar 2011

 


Grundmühle

Leise lispelt dunkles Wasser

Unter ragend hohem Fels.

Nebelschwaden hüllen traumhaft ein den Blick.

Dort wo einst das Leben blühte

Blieb die Ruine jetzt zurück.

Das Mühlenrad steht still, schweigt unbelebt:

Die fernen Tage sind vergangen,

Wohin verlorene Sehnsucht nach der Heimat strebt.

 

Ein gnadenloser Fürst

Der wahre Herrscher uns´res Lebens

Der treibt und hemmt und hält

Die unsichtbare Triebkraft uns´res Strebens

Die gnadenlos, wie´s ihr gefällt

Ruft laut und leise – auch zugleich

Ob du nun arm bist oder reich:

„Tu´ dies, tue jenes, tu es nicht!-

Ich bin dein Herr, die ZEIT,

Bei der du ewig in der Pflicht!“

 

Wir freun uns über den Erfolg-

Wir wünschen uns Glückseligkeit-

Wir trauern einzeln – und als Volk

Wir jubeln, wenn sich erfüllt die Zeit,

Die wir zu Prüfung, Meister und Gewinn

Seit langem schon erhofft!

Am Ende sehn wir uns betrogen -

Gewiß ist nur die Nacht,

Getragen von der Gefühle Wogen,

Weil wir sie spüren – diese Macht!

 

Und auf den Glauben bauend,

Erheben wir den sehnsuchtsvollen Blick -

Zu uns´rem Gotte aufwärts schauend

„Schenk uns der Seligkeit ein Stück!“

Gemessen wird, egal wie einer strebte,

Nach dem Gesetz der Zeit

Und seinem Grad der Reife

Wie jeder seines Daseins Sinn begreife

Als Wesen der Vergänglichkeit!

 

 

Nachdenklichkeit

Je älter Du im Leben,

Bist dankbar für die Zeit

Die Dir der Schöpfer hat gegeben

zu kreativer Tätigkeit.


Behindernd wirkt da oft der Teufel,

Wenn er Dir an den Kragen geht.

Im Glauben widerstehst Du seiner Tücke

Weil  er nichts von der Lieb´ versteht!


Auch alten Eseln ist noch nichts verlorn,

Ergreifst mit starker Hand  den Hammer

Der Herr wird Dir die Kräfte geben

Zu siegen über Deines Daseins Jammer!

 


Aktualisiert (Montag, den 21. März 2011 um 09:11 Uhr)

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PostHeaderIconII. Band "Keine Liebe- Kein Erbarmen"

band2

 

ISBN 978-3-934679-20-7
Preis: 12,80 €

 

Direkte Bestellung beim

Helmut Preußler Verlag

Dagmarstr. 8, 90482 NÜRNBERG ,

Tel: +49(0)911/954780

Bei Bestellung aller vier Bände keine Porto-und Verpackungskosten


II. Band "Keine Liebe- Kein Erbarmen"

Dieser II. Band der Erinnerungen des Wilhelm Klinger beschreibt das weitere Schicksal der im
I. Band vorgestellten Familie Klinger nach den gerade überlebten Schrecken des Kriegsendes.
In zahlreichen Bedrohungsszenarien lernt der aufgeweckte Knabe, die gegen ihn und seine Eltern aufbrechenden Gefahren zu meistern. Der Leser erfährt die dramatische Realitätsnähe jener Umbruchstage im Umfeld der vom Haß getriebenen "neuen Herren".
Zusammen mit der Leitfigur des Romans, dem Knaben Wilhelm, durchlebt der interessierte Leser jene Wochen der Ohnmacht gegen die Verhöhnung jeglicher Menschlichkeit, wie sie damals nahezu allen Deutschen widerfuhr, bis sie schließlich über ein Sammellager als Ausgeraubte und heimatlos Gewordene über die neue Grenze ins ehemalige Alt-Reich gejagt wurden. Eltern und Sohn Wilhelm waren sich gegenseitig Stütze, um in der für sie "aus den Fugen geratenen Welt" überleben und die zahllosen Erniedrigungen als deutsche Menschen ertragen zu können.
Den Inhalt der geschilderten Ereignisse, wie sie sich vor nunmehr über einem halben Jahrhundert zugetragen haben, kann man deshalb auch als Mahnung an uns selbst verstehen, daß wir in einem erneuerten Verantwortungsbewußtsein unserer Werteorientierung wachsam bleiben, damit Haß und Gewalt nie mehr in derartigen Ausmaßen der Unmenschlichkeit Raum gewinnen können.

Aktualisiert (Samstag, den 04. Februar 2012 um 19:56 Uhr)